Rezertifizierung
IBLCE (International Board of Lactation Consultant Examiners)ist ein internationales Prüfungsgremium, das die Standards für Zertifizierung und Rezertifizierung zur IBCLC setzt, nach wissenschaftlichen Kriterien und zum Schutz von Mutter und Kind.
IBCLE ist für die Organisation der Prüfung sowie für die Erarbeitung und Durchführung des Examens- und Rezertifizierungs-Programms für IBCLCs zuständig.
IBLCE ist unabhängig von anderen Organisationen, somit auch unabhängig von den Berufsverbänden, und arbeitet unabhängig von den unterschiedlichen Anbietern der Vorbereitungskurse auf das IBLCE-Examen. IBLCE in Europe ist das Regionalbüro (office) von IBLCE in Europa.
Die Zertifizierung als IBCLC erfolgt von IBLCE und gilt für eine Zeitspanne von fünf Jahren. Die Zertifizierung läuft jeweils zum 31. Oktober ab, fünf Jahre, nachdem das Examen bestanden wurde.
Rezertifizierung
Um den Titel „IBCLC – International Board Certified Lactation Consultant“ über die fünf Jahre nach Examen hinaus behalten zu können, muss eine Rezertifizierung erfolgen:
- jeweils nach 5 Jahren nach dem Examen mit Fortbildungspunkten oder Wiederholung des Examens
- jeweils nach 10 Jahren nach dem letzten Examen mit Examen
Grund der Rezertifizierung:
IBCLCs sollen immer auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft sein, zum Schutz für Mutter und Kind sowie zum Schutz des einheitlichen Wissenstandes aller IBCLCs weltweit.
Nach 10 Jahren muss das Examen wiederholt werden, da die meisten IBCLCs in einem Bereich arbeiten, das nur in ein Teilbereich des großen Themas „Stillen und Laktation“ fällt. Nur so sind die IBCLCs gezwungen, alle 10 Jahre den gesamten Bereich aufzufrischen und somit keine „Schmalspur-IBCLCs“ zu werden.
Durch wissenschaftliche Untersuchungen wurde evaluiert, dass nur so der hohe Wissenstand erhalten bleiben kann.
Fortbildungspunkte – CERPs
CERPs – Continuing Education Recognition Points – sind Lehreinheiten, die von IBLCE als spezifische Weiterbildung für IBCLCs anerkannt wurden -> 1 Stunde = 1 CERP, ¼ Stunde = ¼ CERP
- L-CERP = Themen, die direkt mit „Laktation und Stillen zu tun haben
- R-CERP = „Related – verwandte CERPs“, Themen, die im weiteren Sinne mit der Tätigkeit als IBCLC zu tun haben, wie z. B. Kommunikation, postnatale Depression u.a.
- E-CERP = Ethik-CERPs, zum Themenkreis „Fachliche Ethik“ wie z. B. „IBLCE Kodex der Ethik“ , „ILCA-Praxisstandards“ oder „WHO-Kodex“
Keine CERPs werden vergeben für:
- Themen, die nicht direkt mit der Arbeit als IBCLC zu tun haben, wie z. B. Computerkurse, Geschäftsführung
- praktische Arbeit und Schulung von Müttern oder Eltern
- Fortbildungen, die von Firmen oder Personen durchgeführt werden, die nicht WHO-Kodex konform arbeiten.
Wie viele CERPs sind notwendig:
75 CERPs
- von den 75 CERPs mindestens 50 L-CERPs
- von den 75 CERPs maximal 20 R-CERPs sowie
- von den 75 CERPs mindestens 5 E-CERPs (ab Rezertifizierung 2007 vorgeschrieben)
Text: Gudrun von der Ohe, IBCLC und Ärztin, Niflandring 8, D-22559 Hamburg
