Satzung

Artikel 1 - Name, Sitz und Geschäftsjahr
  1. Der Verein führt den Namen "Berufsverband Deutscher Laktationsberaterinnen IBCLC e.V."
  2. Der Verein ist im Vereinsregister des AG Hannover eingetragen.
  3. Der Verein hat seinen Sitz in Hannover.
  4. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Artikel 2 - Zweck des Berufsverbandes
  1. Zweck des Vereines ist die Förderung der öffentlichen Gesundheitsfürsorge, insbesondere durch Schutz, Unterstützung und Förderung des Stillens als wichtiges Gesundheitsverhalten und als Präventivmaßnahme in Deutschland. Weiteres Ziel ist die Aufklärung der Öffentlichkeit (Volksgesundheit) über den Sinn und die Bedeutung einer fachlich kompetenten Beratung und Betreuung von Müttern, Kindern und Familien auf dem Gebiet des Stillens und der Laktation. Der Satzungszweck wird insbesondere durch die Qualifikation IBCLC, den Zusammenschluss und der Zusammenarbeit der Still-und Laktationsberaterinnen IBCLC, die Fortbildung der Mitglieder, die Information der Allgemeinheit und fachspezifischer Institutionen sowie die Vermittlung des Wissens an interessierte Personen erreicht. Der Berufsverband Deutscher Laktationsberaterinnen IBCLC ist mit Institutionen des Gesundheitswesens und Berufsverbänden im Eltern-Kind-Bereich vernetzt und pflegt Beziehungen auf europäischer / internationaler Ebene.
  2. Der Berufsverband verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
  3. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
  4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
Artikel 3 - Erwerb der Mitgliedschaft
  1. Der Verein besteht aus
    • aktiven Mitgliedern (IBCLC)
    • passiven Mitgliedern
  2. Aktives Mitglied des Berufsverbandes kann werden, wer im Besitz eines gültigen IBCLC-Zertifikates ist. Alle IBCLCs, die nach dem 01.01.2005 eine Mitgliedschaft neu erlangen sind automatisch aktive Mitglieder.
  3. Passives Mitglied des Berufsverbandes kann jede natürliche oder juristische Person werden, die nicht die Voraussetzungen zur Erlangung der aktiven Mitgliedschaft gem. Abs. 2 erfüllt.
  4. Die Mitgliedschaft erfolgt auf schriftlichen Antrag; es besteht jedoch kein Rechtsanspruch auf Aufnahme. Mit dem Antrag erkennt der Bewerber für den Fall seiner Aufnahme die Satzung an. Mitglieder des Vereins sind zugleich Mitglieder des europäischen Dachvereines VELB / ELACTA.
  5. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.
Artikel 4 - Rechte und Pflichten der Mitglieder
  1. Die Mitglieder sind verpflichtet, die Ziele und Interessen des Vereines zu unterstützen sowie den Beschlüssen und Anordnungen der Organe des Vereines Folge zu leisten. Sie haben das Recht, an Veranstaltungen teilzunehmen.
  2. Eine Übertragung des Stimmrechts ist nicht zulässig.
Artikel 5 - Beendigung der Mitgliedschaft
  1. Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austrittserklärung oder Ausschluss der Mitgliedschaft.
  2. Der Austritt ist gegenüber dem Vorstand schriftlich zu erklären. Der Austritt ist unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 3 Monaten zu jedem Kalenderjahresende zulässig. Zur Einhaltung der Frist ist rechtzeitiger Zugang der Ausrittserklärung an das Sekretariat erforderlich.
  3. Der Ausschluss aus dem Verein ist nur bei wichtigem Grund (etwa: vereins-schädigendes Verhalten, Nichtzahlung von Mitgliedsbeiträgen etc.) zulässig. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand durch schriftliche Entscheidung.
  4. Mit der Beendigung der Mitgliedschaft erlöschen alle Ansprüche an den Verein. Eine Rückvergütung von Beiträgen, Sacheinlagen oder Spenden sind ausgeschlossen.
Artikel 6 - Mitgliedsbeiträge
  1. Es ist ein jährlicher Beitrag zu entrichten. Die Mitgliedsbeiträge gelten für das Kalenderjahr.
  2. Seine Höhe bestimmt die Mitgliederversammlung.
  3. Der Beitrag ist voraus zu zahlen. Der Beitrag kann im Voraus und für das gesamte Kalenderjahr beansprucht werden.
  4. Der Vorstand kann Beiträge stunden oder ganz bzw. teilweise erlassen.
Artikel 7 - Organe des Vereins

Organe des Vereins sind

  1. der Vorstand
  2. die Mitgliederversammlung
Artikel 8 - Vorstand
  1. Der Vorstand des Berufsverbandes besteht aus der 1. Vorsitzenden, der 2. Vorsitzenden, der Schriftführerin, der Kassenführerin. Zusammen mit den Beisitzerinnen wird der erweiterte Vorstand gebildet.
  2. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich in allen Vereinsangelegenheiten durch zwei Vorstandsmitglieder vertreten.
  3. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung gewählt. Wiederwahl ist möglich. Die Amtsdauer beträgt 2 Jahre. Der Vorstand bleibt so lange im Amt, bis eine Neuwahl erfolgt.
  4. In den Vorstand sollten nur aktive BDL-Mitglieder gewählt werden. Soweit die Voraussetzung der aktiven Mitgliedschaft in der Amtsdauer entfällt bzw. bei einer direkten Wiederwahl nicht mehr vorliegt, kann auch ein passives Mitglied in den Vorstand gewählt werden.
  5. Das Amt eines Mitglieds des Vorstandes endet mit seinem Ausscheiden aus dem Verein, mit der schriftlichen Niederlegung seines Amtes gegenüber dem übrigen Vorstand oder seiner Abwahl. Scheidet ein Mitglied vor dem Ablauf seiner Amtsperiode aus, kann der Vorstand ein Ersatzmitglied für den Rest der Amtszeit des ausgeschiedenen Mitglieds berufen; bei einer Abwahl gilt § 9 Abs. 8 der Satzung.
  6. Der Vorstand trifft seine Entscheidungen mit einfacher Mehrheit.
  7. Die Vorstandstätigkeit erstreckt sich insbesondere auf die Verwaltung des Vereinsvermögens sowie auf die Ausführung gefasster Beschlüsse.
  8. Die Vorstandstätigkeit wird grundsätzlich ehrenamtlich ausgeübt. Sofern der Umfang der Tätigkeit über das Maß einer üblichen Vorstandstätigkeit hinausgeht, kann der Vorstand beschließen, dem Vorstandsmitglied eine angemessene Vergütung zu zahlen.
Artikel 9 - Mitgliederversammlung
  1. Die Mitgliederversammlung ist einzuberufen:
    1. wenn es das Interesse des Vereines erfordert,
    2. mindestens im zweijährigen Rhythmus,
    3. wenn die Einberufung von einem Viertel aller Mitglieder unter Angabe des Zwecks und der Gründe verlangt wird.
  2. Der Vorstand hat der vorstehend unter Abs. 1 Buchstabe b zu berufenden Versammlung in Kalenderjahre getrennte Jahresberichte und Jahresrechnungen vorzulegen; die Versammlung hat über die Entlastung des Vorstandes Beschluss zu fassen.
  3. Die Jahresrechnungen sind spätestens 1 Monat vor Durchführung der Versammlung den Kassenprüfern vorzulegen. Die Kassenprüfer werden in der Mitgliederversammlung jeweils für die nächste Kassenprüfung gewählt; es sind mind. 2 Kassenprüfer zu ernennen.
  4. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von vier Wochen einberufen. Die Einberufung erfolgt grundsätzlich durch Bekanntgabe durch Einlage eines Begleitschreibens in der Fachzeitschrift für Laktationsberatung, welche jedes Mitglied erhält. In begründeten Fällen kann auch eine schriftliche Ladung per Brief erfolgen. Die Frist beginnt mit der Absendung der Einladung an die letzte bekannte Mitgliederanschrift. Die Einberufung der Versammlung muss den Gegenstand etwaiger Beschlussfassungen bezeichnen. Jedes Mitglied kann bis spätestens zwei Wochen vor dem Tag der Versammlung beim Vorstand schriftlich beantragen, dass weitere Angelegenheiten nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt werden.
  5. Die Mitgliederversammlung beschließt insbesondere über:
    1. die Genehmigung der Jahresrechnungen
    2. die Entlastung des Vorstandes
    3. die Wahl des Vorstandes
    4. Abwahl von Vorstandsmitgliedern
    5. die Wahl von Kassenprüferinnen
    6. Satzungsänderungen
    7. die Festsetzung der Mitgliedsbeiträge
    8. Anträge des Vorstands und der Mitglieder
    9. die Auflösung des Vereins
  6. Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig.
  7. Zur Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins ist die Anwesenheit der Hälfte der aktiven Vereinsmitglieder erforderlich. Ist die Mitgliederversammlung nicht beschlussfähig, so ist vor Ablauf von vier Wochen seit dem Versammlungstag eine weitere Mitgliederversammlung mit derselben Tagesordnung einzuberufen. Die weitere Versammlung hat frühestens zwei Monate, spätestens vier Monate nach dem ersten Versammlungstag stattzufinden. Die neue Versammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erscheinen Mitglieder beschlussfähig. Die Einladung zu jener Versammlung muss einen Hinweis auf die erleichterte Beschlussfähigkeit enthalten.
  8. Zu einem Beschluss über die Auflösung des Vereins sowie über eine Satzungsänderung ist eine 2/3 Mehrheit notwendig, für alle übrigen Beschlussfassungen gilt eine einfache Mehrheit.
  9. Die Mitgliederversammlung ist berechtigt, eine Abwahl eines oder mehrer Vorstandsmitglieder herbeizuführen. Für eine Abwahl ist eine 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitglieder erforderlich. Für den Fall einer Abwahl ist durch die Mitgliederversammlung zugleich eine Neuwahl des Abberufenen durchzuführen; es gilt die Amtszeit des regulären Vorstandes.
  10. Über die in der Versammlung gefassten Beschlüsse ist eine Niederschrift aufzunehmen. Die Niederschrift ist vom Vorstand und der Protokollführerin zu unterzeichnen.
Artikel 10 - Auflösung des Vereins
  1. Der Verein kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung aufgelöst werden.
  2. Die Liquidation erfolgt durch den Vorstand.
  3. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder beim Wegfall des gemeinnützigen Zwecks fällt das Vermögen an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zur gemeinnützigen Verwendung. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.

Hannover, 9. April 1990
1. Neufassung vom 22. November 1997
2. Neufassung vom 15. April 2005
3. Neufassung vom 08. April 2011

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