Soordiagnostik

Da wir als BDL Vorstand sehr an der aktiven Mitarbeit unserer Mitglieder interessiert sind, möchten wir eine Aktion von Renate Merkelbach, Krankenschwester und IBCLC, vorstellen, die von uns unterstützt wird. Sie hat ein Informationsblatt über Therapie des Brustsoors entworfen.

Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass die Verordnung der kostspieligen Fluconazoltherapie für den Gynäkologen problematisch ist – stellt sie doch eine große Belastung des Praxisbudgets dar – insbesondere da in Medizinerkreisen noch wenig Wissen über die Soormastitis der Stillenden vorhanden ist. Daher erscheint uns eine Informationskampagne wie diese sinnvoll, um sich über Erfahrungen auszutauschen.

Wir wünschen uns für die Mütter mit brennenden oder stechenden Schmerzen nach dem Stillen, dass primär durch sorgfältiges Befragen der Mutter und Beobachten der Brust abgeklärt wird, ob es sich nicht um ein Raynaud Phänomen, d.h. arterielle vasospastische Anfälle mit Verfärbung der Mamille ( weiß, rot oder bläulich) handelt, die mit Wärmeanwendung zur Durchblutungssteigerung und Entspannung bzw. Magnesium/Calcium Gaben im Verhältnis 1:2 bzw. Vitamin B6 Gaben ( nach Newman 150 mg/Tag für 4 Tage, dann 25 mg/Tag, einige Tage über Schmerzfreiheit hinaus ) zu behandeln sind. In der L&S 3-2007 ist zu diesem differentialdiagnostischen Themenkomplex „Vasospasmen in der Mamille – Ursachen, Therapieoptionen“ ein sehr schöner Artikel erschienen aus der Facharbeit von Dr. med. Ute Taschner, IBCLC , auf den wir an dieser Stelle verweisen möchten.